Männergesundheit im Fokus: Warum Vorsorge Leben verändern kann
Über Gesundheit wird heute offener gesprochen als je zuvor – und dennoch gibt es Themen, die viele Männer noch immer lieber verdrängen. Dazu gehört Prostatakrebs. Dabei ist er mit rund 75.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Umso wichtiger ist es, über Vorsorge, Früherkennung und moderne Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen.
Genau das tut Prof. Dr. Markus Graefen in der aktuellen Folge des NOT TOO OLD Podcasts. Der Ärztliche Leiter der renommierten Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gilt als einer der führenden Experten für Prostatakrebs weltweit und spricht im Gespräch mit Host Kai Bösel über ein Thema, das viele Männer betrifft – und dennoch oft zu spät angesprochen wird.

Im Mittelpunkt steht die Frage, warum so viele Männer Vorsorgeuntersuchungen meiden, obwohl eine frühzeitige Diagnose die Heilungschancen deutlich verbessern kann. Prof. Dr. Graefen erklärt, weshalb der PSA-Test heute eine wichtige Rolle in der Früherkennung spielt und warum eine Krebsdiagnose nicht zwangsläufig bedeutet, sofort behandelt werden zu müssen. Moderne Konzepte wie die sogenannte „Active Surveillance“ ermöglichen es in bestimmten Fällen, die Erkrankung engmaschig zu beobachten und erst dann einzugreifen, wenn es medizinisch notwendig wird.
Besonders bemerkenswert ist dabei eine Erkenntnis aus seiner langjährigen Arbeit: Viele Männer berichten nach einer erfolgreichen Behandlung von einer höheren Lebensqualität als zuvor. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich bewusster mit ihrer Gesundheit auseinandersetzen und wichtige Veränderungen im Alltag vornehmen.
Im Podcast spricht Prof. Dr. Graefen außerdem über die Frage, ob gesetzlich Versicherte beim Thema Prostatakrebs benachteiligt sind und welche Entwicklungen für die Zukunft geplant sind. Dabei macht er deutlich, wie wichtig ein gleichberechtigter Zugang zu moderner Diagnostik und Therapie für alle Betroffenen ist.
Seine Botschaft ist dabei ebenso klar wie persönlich: Vorsorge ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck von Verantwortung – gegenüber sich selbst und den Menschen, die einem nahestehen.

Mit seiner offenen und verständlichen Art gelingt es Prof. Dr. Graefen, einem sensiblen Thema die Schwere zu nehmen und gleichzeitig die Bedeutung regelmäßiger Vorsorge in den Fokus zu rücken. Ein Gespräch, das informiert, sensibilisiert und Mut macht, die eigene Gesundheit aktiv in die Hand zu nehmen.
© NOT TOO OLD Podcast / Martini-Klinik Hamburg
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